Überfälle und Anschläge beeinträchtigen den Tourismus

26.Dezember 2008

Jüngst erschütterten immer neue Schreckensmeldungen Reisende und Touristen. Ob der Anschlag auf das exquisite Taj-Mahal-Hotel in Mumbai, die Sperrung des Bangkoker Flughafens durch Regierungsgegner oder die Angst vor Piratenübergriffen auf Schiffe am Horn der afrikanischen Küste- Touristen fürchten um ihre Sicherheit im Urlaub. Gerade für exotische Ziele scheint diese Angst nicht unbedingt unbegründet. Doch auch London und Antalya wurden in den letzten Jahren Zielpunkte für Angriffe, die zwar nicht gezielt auf Touristen ausgerichtet waren, dennoch aber auch Reisende betrafen.Ob und in welchem Maß sich die Anschläge und Übergriffe auf den weltweiten Tourismus auswirken werden, ist bislang nicht bekannt. Reisenden nach Indien wird derzeit empfohlen, die aktuellen Warnungen des Auswärtigen Amts zu beachten und gegebenenfalls von ihrem ziel abzuweichen. Auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts können alle Sicherheitshinweise eingesehen werden. Es wird dringend dazu geraten, diese einzuhalten und Ziele mit einer labilen politischen Situation zu meiden. Die Reiseveranstalter reagieren ebenfalls. Viele bieten den Kunden kostenfreie Möglichkeiten, ihre Reise umzubuchen oder zu stornieren, Flüge in die betroffenen Städte werden abgesagt.

Die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs MS Columbus, das sich derzeit auf Weltreise befindet, wurden von Bord evakuiert und im Jemen an Land gebracht. Der Kapitän des Kreuzers bat um Geleitschutz für die Passage der Somalischen Küste, vor der sich Übergriffe von Piraten auf Schiffe häufen. Da dieser jedoch abgelehnt wurde, entschloss er sich, die Gäste in Sicherheit zu bringen und nur mit der Besatzung weiterzufahren. Die Reisenden werden in Oman wieder an Bord gebracht, mit sicherem Abstand zu der kritischen Passage.

Es wird also alles Nötige getan, um die Touristen in Sicherheit zu bringen. Dennoch sollte bei der Wahl des Reiseziels Vorsicht walten. Niemand sollte sich wissentlich in Gefahr begeben und sich ausreichend über die Sicherheitsvorkehrungen für das gewählte Land informieren. Denn vor allem Kleinkriminalität gefährdet die Urlaubsfreuden, auch und vor allem an den beliebten Reisezielen in Europa.

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