Die goldene Stadt an der Moldau

02.Juni 2008

Wer kennt sie nicht vom Hörensagen; Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik und eine wichtige Stadt in der Zeit der K.- und K. Monarchie von Österreich-Ungarn. Diese Stadt kann man gar nicht an einem Wochenende genau kennenlernen, man braucht schon Wochen um alles Tolle und Interessante zu sehen. In dieser Stadt ist es absolut ratsam einen Reiseführer bei sich zu tragen, denn hier gibt es viele Ecken, die durch den Reiseführer erst reizvoll werden. Selbstredend wird jeder Tourist seinen Stadtrundgang am Wenzelplatz beginnen, dies ist ein Platz direkt beginnend bei dem schönen Nationalmuseum. Dort steht die Statue vom berühmten Wenzel. Hier gibt es viele Geschäfte und schöne Cafès, doch Vorsicht; hier weiß man bereits, dass man den Touristen das Geld gut entlocken kann und dementsprechend ist es hier verhältnismäßig teuer. Nichts desto trotz, sollte man mal in dem schönen Cafè Europa gewesen sein. Von Außen wirkt das Haus wie jedes andere Haus an diesem Platz, doch wenn man rein kommt kann man den schönen Jugendstil entdecken, denn man hier in Prag in fast jedem alten Haus finden kann. Dieser Jugendstil wurde restauriert und schimmert nun von den Wänden und wurde teilweise mit Blattgold hervorgehoben. Bestellt man hier dann eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen, bekommt man schon mal den ersten Eindruck, dass die Tschechen auch Meister auf dem Gebiet der Süßspeisen sind. Und nicht selten kann man dieses Ambiente mit Life-Musik genießen, meist sitzt jemand am Klavier und jemand spielt auf einer Geige und schöne klassische Töne erklingen und man fühlt sich wie ein Mensch aus einer anderen Zeit. Nun sollte man sich auf den Weg zum Altstädter Ring machen. Hier befindet sich eine tolle Kirche und die ganzen anderen Gebäude sind von der damaligen Zeit geprägt und man findet immer wieder Häuser im Jugendstil. Zudem muss man dann über die Karlsbrücke zum Prager Schloss laufen. Die Brücke beinhaltet viele schöne Statuen und an einer muss man die Füße ganz doll reiben, dann wird man noch mal nach Prag kommen; zumindest sagen das die Einheimischen. Dann geht es auf zum Prager Schloss und man kann dort noch den Ort besuchen wo der berühmte Prager Fenstersturz war, welcher dann im Prinzip den Dreißigjährige Krieg ausgelöst. Zudem gibt es dort auf dem Schlossgelände auch noch das „Goldene Gässchen”. Das ist eine Gasse mit ganz alten Häusern, wo jetzt Souvenirs verkauft werden, aber damals lebten dort berühmte Persönlichkeiten. Von dem Schloss aus sollte man sich nun das Judenviertel anschauen und den dort befindlichen Judenfriedhof. Das Viertel gilt als eines der schönsten und zugleich auch als eines der bedrückensten Gebiete, denn dieses Viertel war unter Hitler das Ghetto gewesen und es fanden viele Juden auf furchtbare Weise hier ihren Tod. Das Nachtleben von Prag hat sich in den letzten Jahrzehnten auch sehr etabliert und kann mit dem Nachtleben von Paris oder Madrid sehr gut mithalten und ist mit diesem auch vergleichbar. In der Innenstadt von Prag befinden sich zahlreiche Kneipen und Pubs in denen man die unterschiedlichsten Vorlieben befriedigen kann. Zudem gibt es dann auch noch ein paar Clubs mit verschiedenem Musikangebot. Auch kulinarisch muss man wissen was der Einheimische gerne isst. Dazu gehören die weltbekannten böhmischen Knödel mit Fleisch und dicker Soße, aber aufpassen diese Knödel sind nicht wie Semmelknödel rund sondern sehen aus wie Brotscheiben und ohne Soße schmecken sie auch nicht besonders gut. Zudem ist das tschechische Bier sehr bekannt und weltbeliebt, wie Pilsener Urquell und Budweiser zudem kennen viele auch noch das Staropramen und Krusivice. Das Budweiser darf nicht verwechselt werden mit dem amerikanischen Bier, dieses tschechische Bier kommt aus der Stadt Budvar und der Name ist lediglich engedeutsch. Und die wohl berühmteste Nachspeise aus Tschechien sind die Marillenknödel, diese sind ähnlich wie die Germknödel allerdings befindet sich typischer Weise im innern der Knödel Marillen und die Knödel sind auch kleiner und schwimmen in flüssiger Butter.  Natürlich hat die K. und K. Monarchie auch ihre Spuren hinterlassen und zwar kulinarisch in Form der Palatschinken, diese sind vergleichbar mit denen in Österreich und Ungarn. Und sonst muss man einfach das Ambiente und die Leute der Stadt genießen, dies alles ist unvergleichbar und kann in keiner anderen Stadt gefunden werden. Franz Kafka, der weltberühmte tschechische Schriftsteller (er hat Prag so gut wie nie verlassen) sagte einmal über Prag: „ Das Mütterchen hat Krallen und wenn Mütterchen Prag dich einmal hat, dann lässt es dich nicht mehr los”. Er nannte Prag immer Mütterchen und wollte zum Ausdruck bringen, dass ein jeder der einmal in Prag war von der Schönheit und dem Geist der Stadt gebannt und verzaubert ist und man immer mindestens ein zweites Mal zurückkehrt. Und er hat Recht.

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