Tagesarchiv für den 14. Juni 2009

Honduras: Hochkultur, Dschungel und Goldgräberromantik

Ein Land, das in Deutschland nahezu unbekannt ist, ist das zwischen Guatemala und Nicaragua gelegene Honduras. Mit 112.000 km² beträgt seine Fläche knapp ein Drittel von der der Bundesrepublik, mit etwas über 7 Millionen hat es allerdings weniger Einwohner als Niedersachsen.

Man kann von Europa, zum Beispiel von Rom aus, direkt nach Tegucigalpa, der im Süden des Landes gelegenen Hauptstadt, fliegen. Allerdings sind diese Direktflüge sehr teuer, weswegen es günstiger ist, den Weg über Florida, Mexiko oder Costa Rica zu nehmen.

Honduras bietet dem Besucher eine ganze Menge: Riesige Regenwälder, alte Kultur, Wildwest- und Goldgräberromantik sowie eine fremde, für Mitteleuropäer völlig fremde Welt. Allerdings ist es kein einfaches Reiseland, und wer es sich ansehen möchte, der sollte schon ein wenig Erfahrung in Süd- und Mittelamerika gesammelt haben. Inwieweit es anders ist? Nun, zum einen wird in Honduras ein Spanisch gesprochen, das mit dem, was man in Deutschland (zum Beispiel in der Volkshochschule) lernt, nur wenig gemeinsam hat. Des weiteren ist die Mentalität keine ganz einfache; die Menschen zeichnet ein gewisses Misstrauen aus, und Fremde werden nicht immer und überall herzlich empfangen. Und drittens ist die Kriminalität allgegenwärtig; in Berlin Kreuzberg und dem Frankfurter Bahnhofsviertel ist man so sicher wie in Abrahams Schoß,  verglichen mit vielen Vierteln der größeren Städte, aber auch mit den abgelegenen, teilweise fast gesetzlosen Provinzen.

Wer jedoch gut vorbereitet ist und sich auf ein echtes Abenteuer einzulassen bereit ist, für den ist Honduras ein tolles Reiseland. Im Westen, an der Grenze zu Guatemala, findet man die Überreste der Mayakultur; ein Besuch der alten Tempel in Copán darf man auf keinen Fall versäumen. Im Osten des Landes, an der Atlantikküste, lockt der Regenwald; hier bietet es sich an, einen Abstecher nach Nicaragua, wo der Wald noch ausgedehnter ist, zu machen.

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